Pressemitteilung
 

11.09.2006

Zu dick für normale Röntgengeräte

An die genauen Ausmaße des Problempatienten kann sich Professor Maximilian Reiser nicht mehr erinnern.

Aber eines weiß der Radiologie noch genau: Für den Kernspin-Tomographen der Uniklinik München war der Mann aus Nordrhein-Westfalen eindeutig zu dick. "Den kriegen wir bei uns nicht rein", stellte Reiser ernüchtert fest. "Aber in der Tierklinik, da könnte das gehen." Dort steht ein offenes Gerät, das eigentlich für die Untersuchung von Huftieren konzipiert wurde. Und so fand sich der Patient kurze Zeit später auf einer Warteliste mit Kühen und Pferden wieder.

 

Vorfälle wie dieser überraschen in Zukunft vielleicht niemanden mehr. Alle Beobachtungen und Studien deuten darauf hin, dass solche Nebenwirkungen des Übergewichts bald zum Alltag der westlichen Kultur gehören. Vorreiterland der überflüssigen Pfunde ist immer noch die USA. Experten schätzen, dass etwa zwei von drei Amerikanern zu dick sind. Glaubt man einer aktuellen Studie der Harvard University muss man die Zahl sogar nach oben korrigieren, weil viele US-Einwohner schummeln und sich bei den üblichen Telefonbefragungen gerne leichter machen als sie sind. Schon rund 250 Millionen Menschen haben weltweit zu viel Speck auf den Rippen. Übergewicht ist ein Risikofaktor für viele Krankheiten

   
 
 

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