Pressemitteilung
 

25.12.2006

Verzicht muss nicht sein

Nicht nur zu Weihnachten droht die \"Plätzchenfalle\", auch während der restlichen Zeit des Jahres wird reichlich gesündigt.

Größtes Problem ist nach wie vor die Überversorgung mit Fett, Eiweiß und Alkohol. Zusammen mit wenig Bewegung führt sie zu Übergewicht. Zu diesem Ergebnis kommt der Ernährungssurvey des Robert-Koch-Instituts (RKI) in Berlin. "In Deutschland haben etwa 67 Prozent der Männer und über 50 Prozent der Frauen zwischen 18 und 80 Jahren einige Pfunde zu viel, und etwa 20 Prozent der Bevölkerung sind fettsüchtig, sprich adipös", sagt Gert Mensink vom RKI.


Der Mensch hat in einer einzigen Generation seine Lebensbedingungen so verändert, dass die genetisch programmierte Kontrolle des Körpergewichts bei einem großen Teil der Individuen gestört ist. Gesichertes Wissen sei, dass unter anderem ein erhöhter Fettanteil in der Nahrung der Grund für Übergewicht und die dramatische Zunahme von Adipositas ist. Eine weitere Ursache, warum die körpereigenen Mechanismen das Gewicht häufig nicht mehr im Zaum halten können, ist die fortschreitende Immobilität der Gesellschaft: Muskelkraft ist kaum noch erforderlich, fast alles ist mechanisiert. Im Schnitt werden pro Tag weniger als zwei Kilometer zu Fuß zurückgelegt.


Übergewicht ist aber mehr als ein kosmetisches Problem: Zu viele Pfunde machen krank und verkürzen die Lebenserwartung. Ein gesundes Gewicht anzustreben, hat daher nichts mit Schlankheitswahn zu tun. Wer sich jedoch in Kleidergröße 38 dick vorkommt und von Größe 34 träumt, hat kein Gewichtsproblem. Nur wenn der "Body-Mass-Index" (BMI) über 25 liegt, sollte ernsthaft ans Abnehmen gedacht werden.

   
 
 

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