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19.02.2007
TV-Coachpotatoes
Couchpotatoes mit exzessivem TV-Konsum haben meist keine Idealfigur.
Rund 20 Millionen Menschen in Deutschland wiegen zuviel, 15 Millionen davon leiden sogar unter krankhafter Fettsucht. Wenn der Trend anhält, so die Deutsche Adipositas-Gesellschaft, machen Übergewichtige bald 70 Prozent der Bevölkerung aus. Besonders erschreckend ist die Entwicklung bei Kindern und Jugendlichen, die das Leben als Couchpotatoe lieben und stundenlang vor der Flimmerkiste lümmeln. Schon jeder zehnte Schulanfänger ist zu dick, und der Anteil übergewichtiger Kinder klettert weiter. Experten machen die schlechte Ernährung nach dem Motto "zu viel, zu fett, zu süß" für den Trend verantwortlich. Aber auch den Bewegungsmangel, der den Energieumsatz drastisch in den Keller sacken lässt.
Wie schädlich die Freizeit vor der Glotze tatsächlich für die Gesundheit sein kann, untersuchten jetzt Wissenschaftler der Harvard School of Public Health. An der sechs Jahre dauernden Studie nahmen 50.000 Frauen teil. Etwa 90 Minuten Fernsehen am Tag seien unbedenklich, so die Forscher. Wer aber zwei weitere Stunden täglich vor der Glotze verbringe, erhöhe sein Risiko für Fettleibigkeit um 25 Prozent und für Diabetes um 14 Prozent. Dies war auch dann der Fall, wenn Faktoren wie Rauchen und Ernährung berücksichtigt wurden. Amerikaner verbringen täglich durchschnittlich vier bis fünf Stunden vor dem TV-Gerät. Die Zahl der fettleibigen Frauen und Männer sei in den vergangenen zwei Jahrzehnten auf das Doppelte angewachsen, ergab eine staatliche Studie. Inzwischen gehöre jeder dritte Erwachsene in die Kategorie "fettleibig".
Aber auch für Büroangestellte gibt es schlechte Nachrichten: Ihr Risiko, Übergewicht und Diabetes zu entwickeln, steigt mit jeden zwei Stunden, die sie sitzend an ihrem Arbeitsplatz verbringen. Das Ausmaß der Gefährdung ist allerdings nicht so groß wie bei TV-Fans. Verglichen mit anderen sitzenden Tätigkeiten stehe Fernsehen mit einer niedrigeren Stoffwechselrate in Zusammenhang. Außerdem neigen TV-Konsumenten dazu, während des Fernsehens Junkfood zu essen. Diesen Umstand führen die Wissenschafter insbesondere auf die zahlreichen Werbeeinschaltungen für Nahrungsmittel zurück. |
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