Pressemitteilung
 

23.07.2007

Rund gleich gesund?

Fehlernährung gilt heute als Mitverursacher von Zivilisationskrankheiten, deren Kosten allein in Deutschland jährlich auf etwa 100 Milliarden Mark geschätzt werden.

Bereits heute ist jedes vierte Kind, das in die Schule kommt, zu dick. So das Ergebnis einer Studie des Instituts für Ernährung und Lebensmittelkunde der Universität Kiel.

 

40 Prozent der übergewichtigen Kinder und 80 Prozent der übergewichtigen Jugendlichen werden später dicke Erwachsene. Übergewicht im Kindesalter ist besonders problematisch. Der Körper Heranwachsender befindet sich in der Entwicklung. Auch hier gilt: Ein Kind ist kein kleiner Erwachsener. So drücken überflüssige Pfunde arg auf den noch nicht voll belastbaren Halte- und Bewegungsapparat des Kindes: Bleibende Schäden an der Wirbelsäule, den Gelenken, den Füßen und Sehnen sind die Folge.

 

Bewegungsmangel - und der scheint in unserer Gesellschaft zunehmend chronisch zu werden - unterstützt diese negativen Auswirkungen. Doch auch die inneren Organe wie Herz und Leber werden in Mitleidenschaft gezogen. Schon früh sind hier die Anlagen zu Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Stoffwechselstörungen (wie zu hoher Bludruck, erhöhte Cholesterin-, Blutzucker-  und Harnsäurewerte) gelegt. Zudem verletzt sich ein dickes Kind leichter als ein normal Gewichtiges, da seine Beweglichkeit und sein Reaktionsvermögen eingeschränkt sind.

Sie ersparen Ihrem Kind auch eine enorme Menge seelischer und sozialer Probleme, wenn es schlank bleibt. Ein Kind leidet sehr unter den Hänseleien Gleichaltriger. Das Übergewicht hat also neben den körperlichen auch psycho-soziale Folgen: Ein dickes Kind zieht sich zurück. Computer und Fernsehen ersetzen die Freunde aus Fleisch und Blut. Diese Isolation aber verhindert noch mehr, dass es sein Normalgewicht durch Sport und Spiel im Freien wiedererlangen kann - ein verhängnisvoller Kreislauf.

   
 
 

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