Pressemitteilung
 

20.08.2007

Auch \"light\" macht dick und krank!

Wer täglich Limo trinkt, nimmt große Mengen Zucker zu sich. Übergewicht, Diabetes und Herzinfarkt können die Folgen sein.

Wer täglich Limo trinkt, nimmt große Mengen Zucker zu sich. Übergewicht, Diabetes und Herzinfarkt können die Folgen sein. Diese Gefahr droht aber auch bei zuckerfreien Light-Getränken, ergab eine aktuelle Studie. Light oder normal - "interessanterweise spielt das keine Rolle", berichten Wissenschaftler der Boston University School of Medicine. Den US-Forschern zufolge hat sich der Konsum der Softdrinks zwischen 1977 und 2001 verdoppelt bis verdreifacht. Gleichzeitig seien auch die Packungsgrößen gestiegen. Bekannt ist, dass der Softdrink-Konsum mit einer Gewichtszunahme, Fettsucht und einem erhöhten Diabetesrisiko verknüpft ist.


Die Forscher befragten rund 9.000 Männer und Frauen im durchschnittlichen Alter von 53 Jahren zu ihren Lebens- und Ernährungsgewohnheiten. Zudem untersuchten Ärzte den Gesundheitszustand der Teilnehmer. Die Forscher unterschieden die "Vieltrinker" mit einem Softdrink und mehr pro Tag sowie die "Wenigtrinker" mit einem Getränk und weniger. Während des Untersuchungszeitraumes von vier Jahren entwickelten einige Probanden aus beiden Gruppen, die anfangs noch gesund waren, ein Metabolisches Syndrom (Fettleibigkeit, gestörter Zuckerstoffwechsel, Bluthochdruck und erhöhten Blutfetten). In der Gruppe der Vieltrinker waren es allerdings 44 Prozent mehr. Die Krankheit entwickelte sich unabhängig davon, ob die Testpersonen zuckerhaltige Softdrinks oder Light-Getränke konsumierten. Unklar ist, wie Getränke, die keine Kalorien und fast nur Wasser enthalten, eine Gewichtszunahme fördern. Die Forscher vermuten, dass süße, kalorienarme Getränke das Verlangen nach Süßigkeiten deutlich steigern. Zudem gebe es Hinweise, dass das braune Karamell, das der Cola die typische Farbe gibt und in beiden Varianten vorhanden ist, eine Entzündung im Körper hervorrufe. Diese Reaktion kann für das erhöhte Krankheitsrisiko mitverantwortlich sein. 

 

 


In der westlichen Welt leidet jeder vierte Erwachsene am Metabolischen Syndrom und stirbt im Durchschnitt viele Jahre früher als ein gesunder Mensch. Das metabolische Syndrom entwickelt sich schleichend und verursacht über lange Zeit keine Symptome. Meist wird es zufällig im Rahmen einer Vorsorgeuntersuchung diagnostiziert oder weil Folgeerkrankungen wie ein Herzinfarkt aufgetreten sind.

   
 
 

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