Pressemitteilung
 

19.11.2007

Doppel-Dick

Der Grundstein für überflüssige Pfunde wird schon im Mutterleib gelegt, zeigen neue Studien.

Eine ziemlich beleibte Mama mit einem ebenso molligen Sprössling im Schlepptau - auf deutschen Straßen ist das kein ungewöhnliches Bild, und auch kein überraschendes. Denn viele Kinder nehmen Moppelmaße an, weil die Eltern ihren eigenen, ungesunden Lebensstil an die Sprösslinge weitergeben: Schweinebraten statt Gemüse, Fernsehen statt Fahrradfahren und gegen Kummer Schokolade futtern. Auch die Gene, das viel zu fette und süße Lebensmittelangebot oder die Werbung spielen bei der Entwicklung von Übergewicht eine Rolle.

 

Doch das ist noch nicht die ganze Wahrheit: Wissenschaftler machten jetzt einen weiteren Mechanismus aus, warum dicke Mütter oft dicke Kinder bekommen. Das Programm fürs Dicksein, so die Forscher, werde schon vor der Geburt angelegt. "Pränatale Programmierung" heißt das im Fachjargon. Tatsächlich wurden die deutschen Babys in den letzten 20 Jahren immer schwerer.

 

Nach Angaben der Deutschen Gesellschaft für Gynäkologe und Geburtshilfe (DGGG) stieg das durchschnittliche Geburtsgewicht seither von 3500 auf 4000 Gramm - ein deutlicher Indikator dafür, dass viele Kinder im Mutterleib überversorgt sind. Die kritische Grenze für spätere Fettleibigkeit liegt bei 3800 Gramm - viele Wonneproppen bringen heute bei der Geburt deutlich mehr auf die Waage.

   
 
 

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